Offizieller Internetauftritt der Heimatvereinigung Wiggertal

Gewinner des Kulturpreis Region Luzern 2015


Grosses Interesse an Pfaffnauer Kostbarkeiten

Über 80 Personen folgten am strahlenden Samstagnachmittag dem Angebot der Heimatvereinigung Wiggertal, Pfaffnauer Kostbarkeiten zu entdecken. Niemand bereute sein Kommen, denn Pfaffnaukenner Beat Rösli hatte ein vielseitiges Programm zusammengestellt.

Nach den Begrüssungsworten von Xaver Vogel, Präsident der Heimatvereinigung und dem gemeinderätlichen Willkommensgruss von Andreas Müller begab sich die grosse Besucherschar auf einen Dorfrundgang.

Erstes Schulhaus schon 1781

Als ehemaliger Lehrer in Pfaffnau wusste Beat Rösli natürlich über die lange Schulgeschichte im Pfaffnerntal Bescheid. Im willkommenen Schatten des Schulhauses und begleitet von Alpenseglermelodien illustrierte er die Entwicklung und den Wandel der Schule Pfaffnau vom ersten Schulhaus auf der Luzerner Landschaft bis hin zur heutigen modernen Schulanlage.

Kirchenbau, blitzschlagtraumatisiert

Vorbei am grossen Grabstein, der an die Eisenbahntragödie von 1968 im Wallis mit zehn Toten aus der Gemeinde erinnert, betrat die Besucherschar die grosse St.Vinzenz-Pfarrkirche. Nach einem Blitzeinschlag und Brand des alten Gotteshauses wurde die Kirche 1809 an diesem neuen Standort, einem früheren Tanzplatz, unter Leitung von Baumeister Purtschert errichtet und drei Jahre später eingeweiht. Grosse Diskussionen um Standort und Kosten hatten den Bau verzögert. Neben der Statue des Hl. Vinzenz mit Raben als Totenwächter sind auch die grossen Deckengemälde von Maler Xaver Hecht aus Willisau erwähnenswert. Nach einem zweiten Blitzschlag und Kirchturmbrand wurden 1863 drei Glocken aus der Klosterkirche St. Urban installiert.

Pfarrhof im Rokkoko-Stil

Mit spürbarer Spannung und fast ehrfürchtiger Stille erkundeten die Besucherinnen und Besucher den höchst repräsentativen Pfarrhof, erbaut von Abt Augustin Müller 1764 als Sommerresidenz der Äbte von St. Urban. Beat Rösli zeigte dem staunenden Publikum stukkatorische Finessen im Treppenhaus, einzigartige Kachelöfen, die geräumige Konferenzsäle heizten, die Wände bebildert mit grossen Porträts baufreudiger und machtbewusster Äbte des nahen Klosters St.Urban.

Pfaffnauer Dorf- und Gesellschaftsentwicklung

Im Schatten der 250jährigen Hainbuche präsentierte Josef Blum aufschlussreiche Ausschnitte aus seinem fundierten und schön illustrierten Buch zum Pfaffnauer Leben in der Zeit von 1500 bis 1800. Siedlungsentwicklung, landwirtschaftliche Organisation, Zelgen- und Büntenbewirtschaftung mit Hanf-, Flachs und Gemüseanbau auf klostereigenem Boden, aber auch die sozialen Ungleichheiten sind im Buch dank fundierter Daten und detailreicher Karten aufgezeigt. Habenichtse und Bettler wurden oft über die Kantonsgrenzen hinaus vertrieben, um nicht von der Gemeinde unterstützt werden zu müssen.

Personen und Geschichten

Gekühlt mit einem Apéro lauschten die Teilnehmenden im vollen Zehntenhaussaal den Geschichten von Beat Rösli. Die Purtschert-Familien erstellten in unserer Region zahlreiche Kirchen nach dem Singer-Purtschert-Schema. Josef Zihlmann, „Seppi a de Wegere“ verfasste ein umfangreiches Pfaffnauer Namensbuch und erhielt die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde. Beinahe hätte 1963 in Pfaffnau ein Erdölrausch eingesetzt, doch die Bohrungen waren zuwenig ergiebig. Nachhaltiger sind da schon die Erfolge des Veloclubs mit seiner Jugendförderung und erfolgreichen Rennfahrern auf höchstem internationalem Niveau. Fantasievolle Kinderzeichnungen an der Wand illustrierten das Leben des letzten Paffnauer Höhlenbewohners Vonäsch, der als Tanzgeiger und Unterhalter weit herum Bekanntheit genoss. Dank Beat Rösli bleiben die zahlreichen Kostbarkeiten Pfaffnaus in bester Erinnerung und wirken weit übers Wochenende hinaus nach.

Text/Fotos Pius Häfliger

Bestellung Heimatkunde 2022

Die Ausgabe 2022 der Heimatkunde des Wiggertals ist erhältlich. Sie bringt wieder Überraschendes und Wissenswertes aus der Landschaft der Wigger, vom Napf bis zur Aare. Wer da lebt, wer mit dem Wiggertal verbunden ist, wird Freude und Interesse am vielfältigen Inhalt finden. Darum kann sie auch als sinnvolles Geschenk Freude bereiten.

  • «Met de Sou fahre»
  • Archivfund Menznaz

Inhaltsverzeichnis

Verkaufsstellen

📚 Buchhandlung und Papeterie Imhof, 6130 Willisau

📚 Amtshauspapeterie und Buchhandlung, 6130 Willisau

📚 Buchhandlung und Papeterie Frey, 6252 Dagmersellen

📚 Papeterie Brigitte Spiegelberg, 6260 Reiden

📚 Buchhandlung Leserei AG, 4800 Zofingen

📚 Buchhandlung Untertor, 6210 Sursee

📚 Rottalshop, Papeterie, Bastelartikel, Wolle, 6017 Ruswil

📚 Suter's Back & Snack, 6247 Schötz

📚 Suter's Millefeulle, 6243 Egolzwil

📚 Suter's Frederic, 6208 Oberkirch

📚 Bäckerei Wagner, 6144 Zell

📚 Kunz Elektro AG, 6248 Alberswil

📚 brot&co, Peter Aregger, Bäckerei-Konditor, 6018 Buttisholz

📚 Hodel Bäckerei AG, 6133 Hergiswil

📚 Hodel Bäckerei AG, 6153 Ufhusen

📚 Hodel Bäckerei AG, 6154 Hofstatt, Luthern

📚 Hodel Bäckerei AG, 6122 Menznau

📚 Bäckerei und Café Steiner, 6122 Menznau


Direktverkauf

📖 Lisa Estermann, Stämpfelbergstrasse 6b, 6244 Nebikon, lisa.estermann@gmx.ch

📖 Xaver Vogel, Panoramaweg 3, 6125 Menzberg, x.vogel@abix.ch


🏛️ oder im Museum Schötz zu den Öffnungszeiten


Regulärer Preis: CHF 45.00. Für Mitglieder der Heimatvereinigung ist die Heimatkunde im Jahresbeitrag von CHF 40.00 inbegriffen.


Powered by SmugMug Owner Log In