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Einladung zum Heimattag


50 Jahre Karten "Heb Sorg zur Heimet"


Ausstellung in Willisau

vom 8 bis 10. November 2019


Rathaus Willisau, Hauptgasse 13

Vernissage am Freitag, 8. November 2019 um 19.00 Uhr u.a. mit der Präsentation der neuen Karte


Seit 50 Jahren gibt die Heimatvereinigung Wiggertal HVW-Karten heraus. Sie zeigt in dieser Ausstellung im Rathaus in Willisau alle Karten aus der langen Zeit ihres Wirkens bis heute. Künstler aus der nahen Umgebung werden bei der Gestaltung der Karten berücksichtigt. Spezialangebote von Kartenpaketen sind an der Ausstellung erhältlich.


Öffnungszeiten: Sa./So. 9. und 10. November jeweils um 11.00 ibs 18.00 Uhr.


Ausstellung im Rathaus in Willisau

Die Heimatvereinigung Wiggertal (HvW), zu deren Tätigkeitsgebiet das Amt Willisau, das untere Rottal sowie das aargauische Wiggertal mit angrenzenden Gemeinden gehören, ist grenzüberschreitend, wirkt verbindend. Das ist eine der Aufgaben, die sie seit 1932 ausübt. Seit damals gibt sie auch jedes Jahr die «Heimatkunde Wiggertal» heraus. Die Erhaltung naturnaher Lebensräume ist ebenfalls ein grosses Anliegen der Heimatvereinigung Wiggertal. Gleichzeitig will sie auch Kultur in unserer Gegend fördern und vermitteln.

Im Jahre 1969, vor 50 Jahren also, schrieb Josef Zihlmann («Seppi a de Wiggere») als damaliger Präsident der Heimatvereinigung Wiggertal im Vorwort der Heimatkunde Wiggertal:

«Im Frühjahr 1969 haben wir zum erstenmal eine Aktion «Häb Sorg zur Heimet» gestartet. Ziel dieser Aktion, die alljährlich durchgeführt werden soll, ist, im Volke den Gedanken des Sorgetragens zur Heimat zu verbreiten. Wir sind an die Bezirksinspektoren und Lehrer gelangt mit der Bitte, den Gedanken «Häb Sorg zur Heimet» in irgendeiner Form in der Schule zu behandeln. Im Rahmen dieser Aktion haben wir eine gediegene Doppelkarte mit Briefumschlag zu einem bescheidenen Preis durch Schüler angeboten. Das Motiv des alten Klosters St. Urban hat viel Anklang gefunden. Wenn wir heute auf die Aktion zurückblicken, dürfen wir mit Genugtuung feststellen, daß wir mit ihr gut angekommen sind. Die Organisation war nicht leicht; es hat eine Menge zusätzliche Arbeit zu leisten gegeben. Es ist mir ein großes Bedürfnis, hier allen, die zum guten Gelingen beigetragen haben, von Herzen zu danken, den Herren Inspektoren und Lehrern, aber auch den vielen fleißigen Schülern und schließlich auch der Aktionsgruppe unseres Vorstandes, die unter der Leitung unseres lieben Hans Marti stand. Nicht vergessen möchte ich die Redaktionen unserer Lokalpresse, die uns in ihren Zeitungen in großzügiger Weise Raum für die Aktion « Häb Sorg zur Heimet» zur Verfügung stellten; auch ihnen sei aufrichtig gedankt, ebenso den Verfassern der vielen Zeitungsartikel.»

Diese Aufgabe wurde jährlich weitergeführt. So sind unzählige Karten entstanden. Im Jahre 1986 wird entschieden, erstmals auch Karten von einheimischen Künstlern zu veröffentlichen. Jules Walthert aus Dagmersellen erhält dazu den Auftrag. Er liefert 1987 neben der Karte auch einen Holzdruck gelichzeitig aus.

Die zweite Karte aktueller Künstler zeichnet Hermenegild Heuberger aus Hergiswil. Im Jahre 1988 erscheint gleichzeitig ein Lithographie dazu. Ebenso erscheinen in dieser Übergangszeit noch historische Stiche bis 1990. Ab 1991 erscheinen nur noch Karten von Kunstschaffenden aus dem Wiggertal, entweder hier geboren oder in unserem Gebiet lebend und arbeitend. Die Heimatvereinigung hatte damals entschieden, dass von jedem Kunstschaffenden nur einmal eine Karte erscheinen dürfe. So will die Heimatvereinigung das Kulturschaffen möglichst breit und möglichst offen fördern. Bisher sind so Karten von 33 Kunstschaffenden bei der Heimatvereinigung erschienen.

Die Ausstellung im Rathaus Willisau, mitten im Städtchen, gibt nun erstmals einen Überblick über alle Karten dieser langen Periode. An der Vernissage am Freitag, 8. November 2019, um 19 Uhr erläutert der ehemalige Präsident der Heimatvereinigung Willisau, Willi Korner, die Idee der Kartenaktion «Häb Sorg zur Heimet» und erzählt aus der langen Geschichte dieses Zweigs der Heimatvereinigung.

Am Samstag, 9. November und am Sonntag, 10 November ist die Ausstellung je von 11 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Spezialangebote von Kartenpacketen sind an der Ausstellung erhältlich.


Einladung - Freitag 22. November 2019

Einladung zum Vortrag mit Lukas Frey.

Das Riniger Bildarchiv – ein grosser Bildquellen-Fundus.


Festschrift 300 Jahre Schule Luthern

Die Schule Luthern hat ihre 300 Jahre gefeiert und eine Festschrift veröffentlicht, die bereits vergriffen ist. Die Festschrift sei hier jedoch in digitaler Version den Interessierten zum Lesen angeboten

PDF zu 300 Jahre Schule Luthern



Das „Florenz der Luzerner Landschaft“ entdeckt

Eine stattliche Schar Kulturinteressierter nutzte das alljährlich einzigartige Angebot der Heimatvereinigung Wiggertal, Kostbarkeiten in der Region zu entdecken. Und Ettiswil war den Besuch wert!

Vor der prachtvollen Kulisse des Wasserschlosses Wyher begrüsste Sepp Wanner von der Heimatvereinigung am Samstagnachmittag des 31. August 2019 die interessierten Besucher. Zwei Gruppen hefteten sich an die Fersen der beiden ehemaligen Gemeindepräsidenten Franz Wüest und Franz Künzli, um mit ihnen die weltlichen und kirchlichen Kostbarkeiten Ettiswils zu entdecken.

Wasserschloss Wyher

Seit seiner ersten Erwähnung 1304 prägten vor allem die Adelsfamilien Feer und Pfyffer die Gestaltung und Geschicke des Sommerschlosses. Ab 1850 verlotterte das Schloss während rund 100 Jahren zusehends. Mauersteine wurden als Baumaterial abtransportiert, der verlandete und aufgefüllte Wassergraben war eine Viehweide. Dass sich Schloss Wyher nach einem Blitzschlag und anschliessendem Brand 1963 wie ein Phönix aus der Asche zum heutigen Prachtbau und Hochzeits- und Festkulisse wandelte, gleicht einem Wunder. Viele Idealisten rund um den Stiftungsrat und Gönnerverein und grosse Investitionen der öffentlichen Hand machten dies erst möglich. Leicht zurückversetzt auf einer Anhöhe steht die 1592 von Söldnerführer und Schweizerkönig Ludwig Pfyffer erbaute spätgotische Schlosskapelle im Schutze von zwei majestätischen alten Lindenbäumen. Ihr feines Glockenläuten soll bis nach Ettiswil hörbar sein.

Pfarrkirche

Die heutige im Barockstil erbaute Pfarrkirche Maria und Stefan wurde 1769–1771 von Jakob Purtschert nach den Plänen von Jakob Singer erbaut. Nach mehreren Renovationen präsentiert sich das Bauwerk in bestem Zustand und ist ein beliebter Klangraum für hochstehende Musikkonzerte am Ettiswiler Stimmenfestival.

Hostienräuberin endet auf Scheiterhaufen

Der Bau der Sakramentskapelle geht auf Anna Vögtlins Hostienraub von 1447 zurück. Anhand der 18 Bilder auf dem Flügelaltar schilderten die beiden Kenner der Ettiswiler Geschichte die Ereignisse um den Hostienraub.

Nach der Legende entwendete Anna Vögtlin aus der Pfarrkirche eine geweihte Hostie, warf diese aber auf ihrer Flucht fort. Eine Schweinehirtin wurde auf Grund des eigenartigen Benehmens der Tiere auf die Hostie aufmerksam und barg sie. In einer Sühneprozession wurde die Hostie in die Kirche zurückgebracht. Der Rat von Luzern liess an der Fundstelle eine Kapelle errichten. Die Frevlerin wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Auch die bei der Renovation entdeckten Fresken an der Südwand veranschaulichen Legende und Geschichte der Entstehung der Sakramentskapelle.

Weitere stilecht renovierte Bauten wie Schulhaus, Sigristenhaus und Einsiedlerhof bilden das bemerkenswerte ästhetische Ensemble der geschützten Ettiswiler Architektur.

Erni-Sgraffito

Der Schlusspunkt der Führung überraschte mit einer unerwarteten Kostbarkeit: Im Bürger- und Singsaal des Schulhauses ziert das riesige Sgraffito „Der Lebenskreis“ von Hans Erni aus dem Jahre 1970 eine Wand.

Mit einem Geschenkchrättli und Schloss-Wyher-Käse bedankte sich Sepp Wanner bei den beiden kompetenten Kennern Franz Wüest und Franz Künzli für die interessante Führung im Florenz der Luzerner Landschaft. Und in einem Jahr wird Pfaffnau versteckte Kostbarkeiten zu zeigen.

Text + Fotos Pius Häfliger

  • Schweizerkönig Ludwig Pfyffer stiftete die Schlosskapelle

  • Sepp Wanner begrüsst die zahlreichen Kulturbeflissenen vor dem Schloss Wyher

  • In der Totenkapelle neben der Pfarrkirche zeigen bemerkenswerte Deckenbilder alle möglichen Arten, wie ein Mensch sterben kann.

  • Flügelaltar mit 18 Hostienraub-Szenen

  • Franz Wüest erzählt die Legende vom Hostienraub 1447

  • Mit einem Geschenkchrättli und Schloss-Wyher-Käse bedankte sich Sepp Wanner bei den beiden kompetenten Kennern Franz Wüest und Franz Künzli für die interessante Führung im Florenz der Luzerner Landschaft.


Auszug aus dem Archiv

Hängst-Flue

Hängst-Flue

© Peter Helfenstein, Hergiswil

Rundgang zum Kirchgässchen

Rundgang zum Kirchgässchen

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