Dienstag, 23. Dezember 2014

Die Heimatkunde über die Festtage

Von Ferdinand Andermatt

Es sei eine besinnliche Zeit, die Tage des Übergangs zum neuen Jahr. Wenn dem so ist, könnte es sein, dass man auch Zeit fände, in der Heimatkunde zu blättern und sich bei den vier Persönlichkeiten zu verweilen, die ihr Leben erzählen oder die uns wissen lassen, was für sie Heimat bedeutet.

Hansjörg Schneider
hat einen etwas anderen Blick auf das Wiggertal. Kein Wunder, hat doch der Kommissar-Hunkeler-Autor in seiner Jugend kaum gewusst, wo das Wasser des Altachenbachs , einem Begleitgewässer der Wigger, herkommt. Aber eben diese Gegend zwischen Zofingen und Brittnau , ein Biotop, ist sein Urbegriff für ‚Heimat‘.

Der Perser Alborz Mohadier
ist Hausarzt in Luthern – er kennt aber die halbe Welt. Wie er Heimat fühlt und denkt ist so ganz anders, als wie ein ‚Eingeborener‘ es beschreiben würde. Wird ihm das Tal in der Napflandschaft je wirklich Heimat werden?

Schwester Veronika
hat in ihrem Leben als Klosterfrau das tiefe Afrika kennengelernt. Sie hat Leprakranke gepflegt, die gossen und die kleinen, auf einer Missionsstation in Tansania. Sie darf jetzt ihren Lebensabend in der Heimat verbringen. Sie hat ihren Auftrag dort erfüllt, wo es nötig war, ohne zu fragen.

Schwester Hildegard Willi
ist im Rottal geboren und hat im Seetal ‚Heimat‘ mitgestaltet. ‚Die erste Heimat fiel mir zu, die zweite habe ich gewählt oder sie mich.‘ Erinnerung und Sehnsucht schildert die Rottalerin, Hinterländerin, Seetalerin in ihrem Beitrag über irdische und geistige Heimat.

Was sage ich, wenn ich nach meiner ‚Heimat‘ gefragt werde?

Freitag, 5. Dezember 2014

Heimattag 2014 in Buchs, Hürntal

Für die Heimatvereinigung  im Einsatz, immer wieder und am Heimattag: Hansjörg Luterbach, Archäologiemuseum; Luca Winiger, Grabung Chammere; Willi Korner, Präsident Heimatvereinigung; Andrew Lawrence, Grabung Chammere; Josef Wanner, Organisator der Tagung und Referent über den Buchser Liedermacher A. L. Gassmann 

Die Tagung
Über hundert Mitglieder der Heimatvereinigung Wiggertal konnte Präsident Willi Korner in Buchs begrüssen. Die ordentlichen Traktanden waren wohl nicht so sehr allein der Grund des Dabeiseins, sondern auch der Gedankenaustausch über gleiche Interessen.

Die Verabschiedung von Kurt Lussi, Mitglied der Museumskommission und die Neuwahl von Beatrice Limacher-Lütolf in den Vorstand der Vereinigung waren die eigentlichen ‚Geschäfte‘, da alle andern Aufgaben dem Vorstand überbunden sind.
Gemeindepräsident Philipp Bucher von Dagmersellen/Uffikon/Buchs stellte das Tal der Hürn als lebenswerte Heimat vor mit ihren landschaftlichen und verkehrstechnischen Vorzügen.
Der Buchser Tagungsleiter, Vorstandsmitglied Josef Wanner, informierte über den in Buchs 1876 geborenen Lehrer, Komponisten und Volksmusiker Alfred Leonz Gassman. Als fröhliches Beispiel seines Schaffens trug die Formation Stirnimann, Altbüron, das Volkslied ‚S isch mer alles ei Ding‘ nebst andern auflockernden Gesangseinlagen vor.

Hoher Besuch: Die  Präsidentin des Kantonsrates, Frau Irene Keller, bei ihrem Begrüssungswort.

Die Römer im Hürntal
Im zweiten Teil wurde Europa-Geschichte am Beispiel der römischen Siedlung Chammere vorgestellt. Dieser Gutshof war einer von  mehreren im Hürntal. Die Grabungen unter der mitverantwortlichen Leitung von lic. phil. Andrew Lawrence vom Institut für archäologische Wissenschaften in Bern und Luca Winiger von der Kantonsarchäologie Luzern haben wertvolle Erkenntnisse gebracht. Sie führten mit Wort und projiziertem Bild durch die Grabungsarbeit. Durch die verschiedenen Gruppen von Archäologiestudenten sind in den Jahren 2011 bis 2013 die Gebäudestrukturen, auch unterschiedliche aufeinanderliegende, freigelegt und datiert worden. Wertvolle Erkenntnisse nicht nur in den Bauten, auch im sozialen Gefüge konnten nachgewiesen werden. Entsprechende Brandspuren lassen die Aussage zu, dass der Gutshof ungefähr im Jahre 230 aufgegeben wurde. Wir dürfen gespannt sein, was nach der wissenschaftlichen Aufarbeitung den an der Geschichte Interessierten vorgelegt werden kann.

Es muss ein ‚lüpfiges‘ Lied gewesen sein, das die Formation Stirnimann hier vorträgt.

Archäologischer Gedankenaustausch: Hansjörg Luterbach, Archäologisches Museum, Schötz; Luca Winiger, Kantonsarchäologie Luzern

Während des Vortrages in der Mehrzweckhalle Buchs

Luca Winiger von der Kantonsarchäologie Luzern und lic. phil. Andrew Lawrence vom Institut für archäologische Wissenschaften in Bern  nach getaner Arbeit

Alfred Leonz Gassmann

Der Gassmann-Brunnen in Buchs

Farbfotos: Adelheid Aregger
Schwarzweiss-Fotos: Hans Marti, www.hansmartiarchiv.ch
Text: Ferdinand Andermatt

Dienstag, 2. Dezember 2014

Heimatkunde 2015 – Der Inhalt

Natur und Umwelt

Wie Zofingen Bio-Hauptstadt wurde
Dorothee Stich, Seite 10

Weiherlandschaft Ostergau –  
vom Wandel der Landschaft zum heutigen Schutzgebiet
Matthias Merki, Pius Häfliger, Pius Kunz, Seite 18

Die Natur zeigt den Weg zum gesunden Essen und Leben
Monika Fischer, Seite 34

Heimat

Der andere Blick auf das Wiggertal
Hansjörg Schneider, Seite 42

Der Perser Alborz Mohadjer – Hausarzt mit Leib und Seele
Monika Fischer, Seite 46

Heimat im Einsatz – Schwester Veronika
Anita Fries, Seite 52

Heimat – Erinnerung und Sehnsucht
Schwester Hildegard Willi, Seite 58

Architektur

Ein Zwei-Generationen-Werk –
Betrachtungen zur Gesamtanlage der Maturitätsschule Willisau
Gerold Kunz, Seite 66

Schulhausbau in Gettnau –
Eine kleine Schul- und Architekturgeschichte
Josef Kunz, Seite 72

Von der Getreidemühle zum Elektrizitätswerk –
Die einstige Burgrainmühle in Alberswil
Jonas Wüest, Seite 82

Die Müllerfamilien «von Esch» – ihr Wirken vom
16. bis ins 19. Jahrhundert in ihren Mühlen in Ettiswil und Alberswil
Walter Steiner, Seite 95

Musik, Theater und Kunst

150 Jahre Theatergesellschaft Reiden
Adelheid Aregger, Seite 102

Ein stimmiges Festival – 10 Jahre Stimmen Festival Ettiswil
Heinz Troxler, Seite 108

Kulturraum Hirzenberg: Musik als Fest der Sinne
Tobias Imbach, Seite 116

Die musische «Brutstätte» – 150 Jahre Kantonsschule Willisau
Werner Amstutz, Seite 122

Industrie und Entwicklung

125 Jahre Emil Peyer AG, Hoch- und Tiefbau, Willisau –
Bauunternehmen mit Familientradition
Heinz Kägi, Seite 128

100 Jahre Imprägnierwerk AG Willisau – eine runde Sache
Guido Thalmann, Seite 140

Geschichte

Eine «Kanti» im Hinterland
Markus Egli, Seite 148

Die alte Bernstrasse in Willisau –
Ein Teilstück der Strassenverbindung Luzern–Bern im Spätmittelalter
Ferdinand Andermatt, Seite 158

Ein Verband im Dienst von 28 Gemeinden –
Seit 40 Jahren Regionalentwicklung in der Region Luzern West
Martin Spilker,  Seite 174

Das Drehfunkfeuer in Grossdietwil – Falsch benannter Leuchtturm der Lüfte
David Koller, Seite 182

Wohin nur mit der alten Kunst? – Das Recycling sakralen Kulturguts
am Falle der 1975 abgerissenen Kirche von Langnau bei Reiden
Max Huber, Seite 188

Neues zur römischen Villa von Buchs-Chammeren
und zur römerzeitlichen Besiedlung im Hürntal
Andrew Lawrence, Seite 202

Aktuelles • Bibliografie • Internes

Farbenfroher Ausdruck der Lebensfreude –
Kartenaktion der Heimatvereinigung Wiggertal 2014
Monika Fischer, Seite 212

Kostbarkeiten 2014: Aarburg
Pius Häfliger, Seite 218

Neues Museum der Heimatvereinigung in Schötz
Hansjörg Luterbach, Seite 222

Rück- und Ausblick des Präsidenten
Willi Korner, Seite 226

Bibliografie
Seite 229

Organe
Seite 238

Dienstag, 25. November 2014

Die grosse Vielfalt des Inhalts in der Heimatkunde Wiggertal 2015

Von Ferdinand Andermatt

Auf dem Umschlag zieht ein Blick auf das Ostergau wie immer wieder den Betrachter in seinen Bann und auf der Rückseite weist das Bild eines  Stromerzeugungsaggregates der Burgrainmühle Alberswil auf die Entwicklung der Getreideverarbeitung hin.

Im Abschnitt Natur und Umwelt wird der Wandel im Schutzgebiet Ostergau lebensnah umschrieben, die Biohauptstadt Zofingen und ihre Aktivitäten gewürdigt und der Weg zum gesunden Essen und Trinken aufgezeigt.

Vier Persönlichkeiten schildern mit ihrem Lebenslauf ihren ganz eigenen Begriff Heimat und lassen die nicht formulierte Frage aufkommen: Wie stehe ich dazu?

Das Landschaftsbild wird stark geformt und geprägt durch die darauf erstellten Bauwerke. Die Architektur und der in ihr zum Ausdruck kommende Zeitgeist werden formuliert mit den Objekten der Maturitätschule Willisau, dem Schulhausbau in Gettnau und den Mühlen in Alberswil und Ettiswil.

Wo finden Musik, Theater, Kunst ihren Rückhalt, ihre Pflege, ihre ‚Brutstätte‘? Die Theatergesellschaft Reiden, Das Stimmen Festival Ettiswil, Der Kulturraum Hirzenberg, 150 Jahre Kantonsschule Willisau bringen dies reich bebildert zum Ausdruck.

Mit dem Begriff Industrie und Entwicklung kommen die Bereiche Holz und Bau zum Zuge. Geschichtliche Aufnahmen in Wort und Bild zeigen die Entwicklung im generationenlangen Bemühen, den Anforderungen der Menschen und der Zeit gerecht zu werden.

Eine Heimatkunde ohne Geschichte wäre unmöglich, denn nur wer um die Vergangenheit weiss, begreift das Heute. ‚150 Jahre Denkfabrik Kantonsschule‘ – ‚Die alte Bernstrasse in Willisau im 15. Jh.‘ – ‚40 Jahre Entwicklung der Region Luzern West‘, wovon das Hinterland den beachtlichen Teil ausmacht – ‚50 Jahre Drehfunkfeuer „Willisau“ in Grossdietwil‘ – ‚Sakrales Kulturgut aus dem Jahre 1975 im Recycling‘ – ‚Römische Villa Chammere in Buchs, Hürntal‘ – das sind die Titel, die uns die Zeit verstehen lernen.

Interne Jahresereignisse und eine auf das Hinterland bezugnehmende Bibliografie runden den Inhalt ab.

Samstag, 15. November 2014

Bestellung der Heimatkunde Wiggertal 2015

Die Ausgabe 2015 der Heimatkunde des Wiggertals ist erhältlich. Sie eignet sich bestens zum Schenken, vor allem an Personen, die mit unserer Region verbunden sind. Sie bereiten damit bestimmt grosse Freude.

Auslieferungsstellen:

Die HK kann bei Willi Korner bezogen werden (041 970 26 77) oder in der Buchhandlung Imhof, Willisau, in der Papeterie Frey, Dagmersellen oder in der Buchhandlung Mattmann, Zofingen.

Regulärer Preis: CHF 40. Für Mitglieder der Heimatvereinigung ist die Heimatkunde im Jahresbeitrag von CHF 35 inbegriffen.

Sie können die Heimatkunde auch via E-Mail archaeologisches.museum@schoetz.ch bestellen.

Weitere Infos:


Titelseite der Heimatkunde 2015

Samstag, 8. November 2014

Wiggertaler Heimattag in Buchs

Samstag 29. November 15.00 Uhr
Mehrzweckhalle Buchs
Eintritt frei

Information mit Bildern: Die Römer im Wiggertal und in Buchs / Dagmersellen
Musikalische Umrahmung: Lieder von A. L.Gassmann - Formation Stirnimann
Vorgängig findet die Generalversammlung der Heimatvereinigung Wiggertal statt.


Die Grabungsstätte Chammere in Buchs. Die beiden Referenten, lic. phil. Andrew Lawrence und Luca Winiger, betreuen zusammen die Erforschung des römischen Gutshofes.

Samstag, 27. September 2014

Fotogalerie zur Eröffnung des Archäologischen Museums Schötz 2014

Fotogalerie zur Eröffnung des Archäologischen Museum Schötz vom 29.-31. August 2014.
Aufnahmen: Adelheid Aregger, Reiden
Text: Willi Korner, Willisau


Die Hinweistafel für das Musem ist enthüllt.
Von links: Willi Korner, Präsident Heimatvereinigung, Hansjörg Luterbach,
Konservator Museum, Ruth Iseli-Buob, Gemeindepräsidentin, Schötz.


Hans Bachmann, Schötz, Vorstandsmitglied der Heimatvereinigung,
verschönerte die Eröffnung mit seinen Melodien.


Dr. Bruno Bieri, Willisau, der Schöpfer der Tonbildschau für das Museum, im Gespräch mit Dr. Samuel van Willigen, Konservator am Landesmuseum Zürich. Er ist Kenner der Grabungen im Wauwilermoos und rückte in seiner Ansprache die Bedeutung von Egolzwil 3 in den Vordergrund (UNESCO-Weltkulturerbe).


Vertreterinnen der "ur-kultour" und Dr. Ebbe Nielsen, Kantonsarchäologie haben die Texte für die einzelnen Epochen geschrieben.


Alois Hodel, Vorstandsmitglied und der offizielle Festredner, Dr. Samuel van Willigen im neuen Museum.


Dr. van Willigen, der Kenner von Egolzwil 3 vom Landesmuseum Zürich, vor der Vitrine mit Fundstücken der Grabung Egolzwil 3, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.


Bei einem kleinen Imbiss wird eifrig diskutiert. Im Bild links die beiden Spezialisten für Egolzwil 3 Dr. Ebbe Nielsen von der Kantonsarchäologie Luzern und Dr. Samuel van Willigen vom Landesmuseum Zürich.

Mittwoch, 3. September 2014

Eröffnung Archäologisches Museum Schötz - Zeitungsberichte

Ausschnitte des Artikels aus der Willisauer Bote, eingesendet von Alois Hodel.






Dienstag, 26. August 2014

Kartenaktion 2014


Sujet der Kartenaktion 2014


Sujet der Kartenaktion 2014

mf. Mit der jährlich stattfindenden Kartenaktion «Häb Sorg zur Heimet» gibt die Heimatvereinigung Wiggertal zum einen Einblick in das Schaffen einheimischer Künstlerinnen und Künstler ausserhalb von Ausstellungen. Zum andern bildet sie eine der wichtigsten Einnahmequelle für das breite Wirken der Heimatvereinigung. Diese setzt sich in vielfältiger Weise für die kulturellen Werte des Wiggertales und des Hinterlandes ein. Mit verschiedenen Aktionen und Projekten und der jährlichen Herausgabe der «Heimatkunde Wiggertal» möchte sie Vergangenes ins Bewusstsein zurückrufen, Heimat ideell erhalten und sichtbar machen. Die Verantwortlichen der Heimatvereinigung Wiggertal freuen sich, wenn die Schülerinnen und Schüler mit ihren Karten an den Haustüren im Luzerner Hinterland und im Wiggertal gute Aufnahme finden.

Eine Karte kostet inklusive Kuvert und Schutzhülle drei Franken. Die Karten können auch direkt bei der folgenden Adresse bestellt werden:

Josef Stöckli
Höhe 17
6153 Ufhusen
041 988 11 39
schosef.stoeckli@bluewin.ch

Wir freuen uns über Ihre Bestellung, ist der Erlös der Kartenaktion für die Heimatvereinigung doch eine bedeutende Einnahmequelle zur Unterstützung der vielfältigen Aufgaben!

Freitag, 1. August 2014

Artikel über das Archäologische Museum, Schötz aus der Neuen Luzerner Zeitung

Eingescannt von Alois Hodel. Zeitungsartikel aus der Neuen Luzerner Zeitung vom 18. Juli 2014.



Donnerstag, 3. Juli 2014

Aarburger Kostbarkeiten entdeckt

Die Heimatvereinigung Wiggertal begab sich dieses Jahr auf ihrer traditionellen Entdeckungstour lokaler Kostbarkeiten nach Aarburg.

Michel Spiess, Leiter des Heimatmuseums und profunder Kenner der Lokalgeschichte nahm die Besucher mit auf eine lebendige Entdeckungsreise. Das Naturphänomen der Aarewoog, wo das Wasser aareaufwärts zu fliessen scheint, zog die Anwesenden sofort in seinen Bann. Über die Büssertreppe erreichten die Besucher die imposante, vorwiegend mit Frohdiensten erbaute Burganlage. Gespannt lauschten die Gäste den lebhaften Schilderungen von Michel Spiess über die Entstehung und Bedeutung der Aarburg als protestantisches Bollwerk gegen die katholische Innerschweiz. Facetten- und gestenreich zeigte er die herrschenden politischen Verhältnisse mit unnachahmlicher Lebendigkeit auf. Geschichten über die napoleonfreundlichen Aarburger mit gemeinsamen Samstagstänzen unter der 500 Meter langen Freiheitsallée würzten die historischen Fakten.

Grosser Auswand für Wasser

Bis 1671 musste die Wasserversorgung der Burg mit Zisternenwagen gewährleistet werden. Nach 41jähriger Bauzeit war endlich ein 45 Meter tiefer Sodbrunnen von lothringischen Bergarbeitern durch den Fels bis auf Grundwasserniveau vorgetrieben worden. Mit einem Laufrad wurde von da an Wasser für die Versorgung der Burg aus dem Brunnen heraufgezogen und machte so die Festung bei allfälliger Belagerungen weniger verwundbar.

Nur zu rasch war die Zeit verflogen, denn noch lange hätten die Besucher den Geschichten von Michel Spiess zuhören können. Eine wahrhaft kostbare Entdeckungsreise!

Text / Foto Pius Häfliger, Luthern


Mit dem Sodbrunnenbau wurde kein Aufwand gescheut, Wasser auf die Burg zu bringen.













Fotogalerie Kostbarkeiten 2014

Link zur Fotogalerie: http://www.hvwiggertal.ch/p/fotogalerie-kostbarkeiten-2014.html

Dienstag, 1. Juli 2014

Willisauer Bote: Flurbegehung zu Ehren von "Seppi a de Wiggere"

Artikel aus dem Willisauer Boten vom Dienstag 24. Juni 2014

Montag, 9. Juni 2014

Kostbarkeiten in Aarburg entdecken

Wer weiss schon genau, wo das Wiggertal endet? Die Heimatvereinigung Wiggertal macht am 21. Juni auf der traditionellen Kostbarkeiten-Tour im malerischen Städtchen Aarburg Halt. Wo die Wigger ihr Wasser in die Aare strömen lässt, gibt’s viel zu bestaunen. Der Restaurator, Verantwortlicher des Heimatmuseums Aarburg und Heimweh-Hinterländer Michel Spiess nimmt die Besucher mit auf einen eindrücklichen Rundgang hoch über der Aare.

Imposante Festung Aarburg

Bei der „Aarewoog“, wo das Wasser aareaufwärts
zu fliessen scheint, ist der Ausgangspunkt der Führung.
Als weitherum sichtbares Zeichen einer wechselvollen und umkämpften Vergangenheit trohnt die grosse Festung Aarburg am Ende des Wiggertals hoch über der Aare. Wirtschaftlich im Schatten von Olten und Zofingen stehend blieb Aarburg stets ein kleines Städtchen. Die Berner eroberten den strategischen Ort 1415 und bauten die Festung aus zum Schutze der Verbindung zwischen den reformierten Städten Bern und Zürich und gegen Angriffe der katholischen Innerschweiz. Aus dieser bewegten Geschichte sind auch viele Geschichten und Anekdoten entstanden, die Michel Spiess als profunder Kenner der Lokalhistorie den Besuchern lebendig weitergibt.

Wasserschauspiel Aarewoog

Ein einzigartiges Naturschauspiel bilden in Aarburg die Strömungsverhältnisse der Aare. Der Aufprall des Aarewassers auf den Felssporn der Festung bewirkt eine kräftige Gegenströmung, die sogenannte Waage oder „Woog“, wo das Wasser aufwärts zu fliessen scheint. Hier entstand ein Hafen, der im 17. Und 18. Jahrhundert von der wachsenden Bedeutung der Flussschiffahrt profitierte.

Zu dieser öffentlichen Führung heisst die Heimatvereinigung Wiggertal Alle willkommen. Passendes Schuhwerk zum Treppensteigen ist empfohlen. Die Führung „Kostbarkeiten in Aarburg“ findet am Samstag, 21. Juni, 14.00 -16.00 statt. Treffpunkt ist die Aarewaage an der Aare, 10 Franken kostet die Führung pro Teilnehmer.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Heimatlicher Wurst-Genuss im Agrarmuseum

Der Vorstand der Heimatvereinigung Wiggertal tagte im Agrarmuseum Burgrain, liess sich in die vielfältige Wurst-Ausstellung verführen und mit einheimischem Wurstgenuss verwöhnen.

Burgrain/Alberswil. – Obwohl geschichtlich unterschiedlich tätig haben die Heimatvereinigung Wiggertal (HVW) und das Agrarmuseum Burgrain eines gemeinsam: sie wollen wertvolles Wissen der Nachwelt hinterlassen und heimatlich-historische Wurzeln pflegen. So war die kollektive Anwesenheit der HVW-Vorstandsmitglieder mit Partnerinnen im Agrarmuseum am letzten Montagabend sehr willkommen.

Endspurt im Archäologie-Museum Schötz

Den Besuch einleitend erinnerte Vorstandsmitglied Ferdy Andermatt (Willisau) mit seiner live kommentierten PP-Präsentation eindrücklich auf das vielseitige regional-historische Wirken von „Seppi a de Wiggere“. Die Präsentation dieses beachtlichen Lebenswerkes von Dr. h. c. Josef Zihlmann würde wohl auch andernorts auf Interesse stossen.

Die folgende Vorstandssitzung war dann geprägt von letzten Vorbereitungen zur Eröffnung des neugestalteten „Archäologie-Museums“ in Schötz am 29. August und zu den Tagen der Offenen Türe am Samstag 30. und Sonntag 31. August. Schosef Stöckli (Ufhusen) und Hermenegild Heuberger (Hergiswil) präsentierten druckfrisch die neue HVW-Kunstkarte mit Werken des in Wauwil aufgewachsenen international bekannten Künstlers Walter Kaufmann. Mehrere seiner Gemälde werden übrigens vom 21. August bis 4. September im Gasthaus Wendelin Wauwil ausgestellt und zu bewundern sein. Vorbesprochen wurde auch der diesjährige „Heimattag“ im Buchs/Uffikon vom Samstag 29. November mit Schwerpunktthema ‚Römische Ausgrabungen Buchs“.

Nicht gewurstet, aber Würste degustiert

Durch die unlängst eröffnete und bis Ende Oktober dauernde Sonderausstellung „Die Wurst. Eine Geschichte mit zwei Enden“ führten Stiftungsratspräsident Alois Hodel und Museumsleiterin Beatrice Limacher. Nicht einzig die früheren Metzgerutensilien, Filme über Störmetzger in der Region sondern auch amüsante Werke von Kunstschaffenden, welche sich durch die Wurstwelt inspirieren liessen, machen diese Ausstellung einen Besuch wert. Abschliessend gab’s kulinarische Genüsse mit mehreren einheimischen Wurst-Spezialitäten bei frohem Ausklang im Museumsbeizli.

Text: Alois Hodel

Den Vorstandskollegen präsentierte Ferdy Andermatt (links) live kommentierend das Lebensbild von „Seppi a de Wiggere“, zu welchem er seitens der Druckerei Willisauer Bote über viele Jahre sehr enge Kontakte hatte und fruchtbare Zusammenarbeit pflegen durfte. Aufnahme: Alois Hodel.

Die vorgängige Kurzvisite der Sonderausstellung „Die Wurst. Eine Geschichte mit zwei Enden“ gab reichlich Appetit für die dargebotenen einheimischen Wurst-Spezialitäten. Aufnahme: Alois Hodel.

Ferdi Andermatt, aktives Vorstandsmitglied der Heimatvereinigung Wiggertal und Autor in der „Heimatkunde Wiggertal“, ist ein versierter Kenner von Josef Zihlmann, genannt Seppi a de Wiggere. Aufnahme: Martin Geiger.

Montag, 14. April 2014

Fotogalerie: Von Willisau nach Zofingen der Wigger entlang

Wunderschöne Impressionen eingefangen von Beat Schaller aus Wanderung von Willisau nach Zofingen entlang der Wigger.

Aufnahmen und Text: Beat Schaller

Start in Willisau, kombiniert mit dem Planetenweg.

Blick in Richtung Alberswil.

Drei Sehenswürdigkeiten auf einen Blick.
Steinermühle, Schloss Kastelen und Burgruine Kastelen.

Die Wydenmühle – kurz vor Alberswil.

Im Hintergrund Blasius-Kapelle und Burg Kastelen.

An der Wigger ist das Kultur-Land fruchtbar.

Im Hintergrund die Pilatuskette mit Schimbrig.

Holzbrücke kurz vor Schötz über die Rot.

Die Rot mündet in die Wigger ein. 

Wer hat hier wohl sein zuhause?

Diese uralte Eiche säumt den Weg der Wigger.

Wunderschöne Landschaften säumen den Weg.

Dieser Spruch sagt alles....

Findling vom eiszeiztlichen Reuss-Gletscher

Industrie an der Wigger.

Es herrscht rege Bautätigkeit im Wiggertal.

Die moderne Kirche von Nebikon. 

Galliker Transport

Die dominaten Türme der Egli-Mühlen in Nebikon.

Die Natur ist am Erwachen.

Auch für Enten hat es Platz.

Die «wildgewordene» Wigger.

Die Wigger wird von vielen kleinen Bächen eingespeist.

Immer wieder sieht man Autobrücken, die über die Wigger führen.

Die wunderschöne Natur erfreut jedes Herz.

Im Hintergrund ein kleiner Weinberg bei Dagmersellen.

Die Marienburg bei Wikon.

Türmli / Mühle bei Wikon

Die zauberhafte Wigger, ruhig und zufrieden, sie kann auch anders sein.

Kurz vor Zofingen ist die Wigger ein ordentliches Bächlein geworden.