Donnerstag, 28. Januar 2016

Alte Landstrasse Luzern-Bern (-Solothurn)

Im 15. Jahrhundert bestandern zwei Verbindungen Luzern–Willisau, um nach Bern oder Solothurn zu gelangen. Mit der einen gelangte man über Ruswil–Wüschiswil nach Willisau, mit der andern über Malters–Geiss. Der ausführliche Beschrieb findet sich in der Heimatkunde Wiggertal 2015.

Bilder, Krokis und Text: Ferdinand Andermatt




Die hier beschriebene Bernstrasse führt über Littau–Malters–Oberlangnau–Geiss.



In Langnau wurde der Brückenzoll erhoben. Eine Strasse über Wolhusen–Menznau existierte nicht. Mit einem steilen Wegstück überwand man die Felswände (‚in den Wandelen‘ nannte man die Gegend) – passierte den Stäubligbach und gelangte in den Wald über dem Wasserfall.



Eine eindrückliche Hohle weist auf die fünfhundert Jahre alte Wegstrecke hin. (rückwärts blickend)



Die Strasse ist in den Hang eingearbeitet, um die Sicherheit zu erhöhen. (vorwärts blickend)



Immer leicht ansteigend ist hier das Enden des Waldes zu erkennen.



Erleichtert und für die Mühen belohnt, erblickt man hier auf der andern Talseite das Kloster Werthenstein – damals nur eine unscheinbare Einsiedelei.



Links vom Kloster das Dorf Werthenstein, im Tal die alte Holzbrücke mit den Häusern von Werthenstein (Bahnhof).



Über die Güterstrassen am sonnigen Hang (Hof Wandelen) gelangt man nach Grofehuse. Das Bildstöckchen weist auf die unscheinbare Abzweigung zur Bielmüli hin.



Nach dem Hof Büel steigt die Strasse auf der alten Linienführung zur Krete der Höfe Chriesbaume.



Hier, Richtung Buholz, wird die alte Strasse nur noch als Reit- und Wanderweg genutzt.



Der heutige Baumbestand ist nicht so alt wie Strasse, aber immer noch wegweisend.



Die sagenumwobene Landgerichtskapelle.



Ein Blick zurück, mit der Pilatuskette im Hintergrund.



Hinter Buholz, der Anstieg zum Galgenberg



Der Gedenkstein mit der Inschrift: Richtstätte, aufgehoben 1798



Am Ende des Galgewaldes, Richtung Geiss



Kapelle Studenweid, Wanderweg auf der alten Strasse Richtung Ostergau



Richtung Schwand, Krete zwischen Rötelberg und Blochwil



Das Ostergau im frühen Frühling.



Willisau im 15. Jahrhundert (Die Heilig-Blut-Kapelle beim Obertor)



Die Strecke Willisau–Huttwil (eine Strasse über Gettnau–Zell gab es damals nicht)



Im äussersten Westen von Willisau erkennt man in der Bildmitte die Strasse Richtung Stocki–Ufhusen



Ein neu erstelltes Bildstöckchen als Wegbegleiter ersetzt dasjenige von 1916 beim Beginn des Steilstückes im Gruneckenwald



Dokument aus dem IVS (Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz). Die alte Landstrasse beim Austritt aus dem Gruneckenwald (1994)



Die gleiche Stelle im März 2014



Lothringerkreuz auf der Stocki, kurz nach der Gemeindegrenze Willisau-Zell



Hohlweg bei Oberwil, zum Lutherntal absteigend



Die gleiche Hohle vom Tal her gesehen



Nach der Überquerung der Luthern und des Warmisbaches, oberhalb der Kiesgrube der Grenzverlauf Zell-Ufhusen mit der alten Landstrasse.



Bergseits der neuen Strasse nach Ufhusen gut erkennbar die alte Landstrasse.



Der Kellereingang des alten Zollhauses am Ausgang des Dorfes Richtung Huttwil



Die alte Landstrasse kurz vor der Einmündung in die heutige Kantonsstrasse, vor Huttwil. Das Haus im Hintergrund nennt sich ‚Galgehüsli‘.



Der Zweiradkarren als wendiges Verkehrsmittel während Jahrhunderten. Der schlechten Strasse halber ist der Fuhrmann zu Pferd.



Ein ähnliches Transportmittel noch ums Jahr 1950 genutzt.



Ein deichselloser Frachtwagen (bis ins 19.Jh. in Gebrauch)



Kobelwagen (15.Jahrhundert)

Freitag, 22. Januar 2016

Das Präsidium der Heimatvereinigung 2016


fja. Der Präsident von 2004 bis 2015, Willi Korner (links), hat nach zwölf ereignisvollen Jahren das Amt am Heimattag in Zofingen abgegeben. Seine launigen Worte an den Vorstand, an das Publikum und im Freundeskreis werden in Erinnerung bleiben. Noch mehr aber tragen die hervorragenden Ereignisse im Vereinsgeschehen die Merkmale seines Wirkens. Denken wir zum Beispiel an das neu eingerichtete Archäologiemuseum, an die Verleihung des Kulturpreises Region West, an die Geschichte der Internierten im Wauwiler Moos. 

Weil der neue Präsident erst am Heimattag 2016 gewählt werden kann, wird der Vizepräsident, lic. iur. Josef Steiner (Bildmitte), die statutarischen Geschäfte verantwortlich übernehmen bis dann in der zweiten Jahreshälfte der für das Präsidium vorgeschlagene Xaver Vogel (rechts) die Führung der Heimatvereinigung ad interim antreten wird.

Bild und Text: Ferdinand Andermatt

Sonntag, 10. Januar 2016

Fernweh und Heimweh – geben, helfen, teilen

Von Ferdinand Andermatt




fja. Schon als kleines Mädchen habe sie sich für die grosse Welt und ihr Anderssein interessiert. In Altbüron in wohlgeordnetem Umfeld aufgewachsen, hat sich Cornelia Lustenberger damals auch mit den Schattenseiten des Daseins auseinandergesetzt. In für uns Mitteleuropäer unvergleichlichen Verhältnissen in Zentralamerika fand sie ihr heutiges Wirkungsfeld. Ihr Bericht liest sich, wie wenn es Selbstverständlichkeiten wären, auf eben diese Weise, unkonventionell und sehr lebensnah, dem unvorstellbaren menschlichen Elend zu begegnen, sich zu engagieren und damit eine Wende zum Guten zu suchen und zu erreichen.

Heimatkunde 2016, Seite 25. Weitere Information mit einem Klick auf ‚Heimatkunde‘