Donnerstag, 12. Oktober 2017

Einladung zum Heimattag am 25. November

Heimattag der Heimatvereinigung Wiggertal

Samstag, 25. November  15.00 in der Schulanlage Alberswil.

Thema: Die Burgruine Kastele

1. Teil: geschäftliche Traktanden
2. Teil: Tonbildschau von Dr. Bruno Bieri, Ehrenmitglied HVW über die Burgruine
            anschliessend ein Gespräch mit Bruno Bieri.
3. Teil: Heimatliebende unter sich
            eine Original Gettnauer Bratwurst mit Zwiebelsauce,  Boccalino(s)
            und einige Plauderminuten können mit Gleichgesinnten genossen  werden.

musikalische Umrahmung mit heimatlichen Klängen!

Freitag, 29. September 2017

„Welsche Höhle“ und Museum Dietu, zwei Kostbarkeiten im Rottal

Text/Fotos Pius Häfliger, Heuberg 1, 6156 Luthern

Um 60 Interessierte folgten der Einladung der Heimatvereinigung Wiggertal, Kostbarkeiten in Grossdietwil zu entdecken, und Alle kamen voll auf ihre Kosten. Rare Schätze im Museum Dietu oder eine Höhle als Zeuge des Sandsteinabbaus, alle Besucher hatten etwas zu bestaunen.

Nach der Begrüssung durch Bruno Bieri von der Heimatvereinigung hiess Museumspräsident Alfred Zettel die gespannte Schar im Museum Dietu willkommen. Mit seinen lebendigen Ausführungen und Geschichten zog Hans Koller als Museumsmitbegründer die Zuhörer in seinen Bann. Er zeigte alte Chroniken, Dokumente und gesammelte Schüleraufsätze, die Grossdietwils Leben dokumentieren. Mit leuchtenden Augen öffnete er ein Schatzkästchen und stellte den Inhalt aus dem täglichen und religiösen Leben mit passenden Geschichten vor.

Neue Heimat für alte Dokumente

Hans Koller zeigte den Wert und die Wichtigkeit des Dorfmuseums auf als Hort spannender Geschichten, Fotos und Zeugnisse für die kommenden Generationen. So konnten trotz des raschen Wandels viele wertvolle Dokumente und Gerätschaften aus Schulen, Vereinen oder der Kirche gesichert werden. Eine gute Mischung zwischen interessantem Museum und Archiv zu finden ist, laut Hans Koller, ein schwieriger Spagat.

Sandstein aus der „Welschen Höhle“

Die „Welsche Höhle“, wie die Einheimischen sie nennen, liegt nahe an der Hauptstrasse in Richtung Altbüron. Die beiden Maturanden Fabian von Gunten und Pascal Schärli vermassen die Höhle 2002 im Rahmen ihrer Maturaarbeit. Anhand ihres anschaulichen Modells und Plans zeigte Albert Häfliger den Besuchern vor dem Eingang die Dimensionen und Lage der rund 300 Meter langen Sandsteinhöhle.

Helm auf!

Erheblicher Aufwand war nötig, um die normalerweise geschlossene Höhle sicher erkunden zu können. Das Eingangsportal wurde von Steinen und Sand geräumt und über eine Treppe begehbar gemacht. Elektrische Leuchten erhellten den Weg und die Seitennischen. Schon kurz nach dem geräumigen Eingangsportal werden die Gänge niedriger, also galt für alle Höhlenforscher „Helm auf“!

Alois Koller und Fritz Wüest führten die Besuchergruppen durch das eindrückliche Labyrinth und erklärten den mühsamen Sandsteinabbau unter Tage. Perfekt erhaltene Bearbeitungsspuren des Zweispitzes sind an Decke und Wänden immer noch sichtbar. Zwischen den tragenden Stützsäulen wurde der minderwertige Sandstein als Abraum wieder aufgeschüttet, denn nur der härtere Stein der fast horizontalen Schichten lohnte den Ausbruch. Die Qualität und Härte des Sandsteins eignete sich wegen seiner Verwitterungsanfälligkeit nicht für den Aussenmauerbau. Weichere Sandsteinmotten dienten als Fundament von Häusern, härtere Sandsteinplatten konnten für den Ofenbau verwendet werden.

Beeindruckt von der steinigen Unterwelt strömten die Besucher wieder ans Tageslicht. Grosser Dank gebührt dem Verein „Museum Dietu“, der mit seinem Engagement vielen Besuchern die Entdeckung einmaliger Kostbarkeiten im Rottal ermöglichte.



 


Hans Koller zeigt Kostbarkeiten seiner Schatzkiste



Museumspräsident Alfred Zettel (links) zeigt Besuchern eine kostbare Chronik.


Albert Häfliger erklärt das Höhlenrelief


Abstieg zum Höhleneingang


Eine Besuchergruppe am Höhleneingang


Alois Koller erklärt den Verlauf des Sandsteinabbaus


Dem Tageslicht entgegen

Donnerstag, 22. Juni 2017

Kartenaktion 2017 von Brigitte Meier

Auch dieses Jahr bietet die Heimatvereinigung ihre besonderen Bildkarten an. Dieses Jahr von der Willisauer Malerin Brigitte Meier.




Schüler und Schülerinnen werden die Karten an den Haustüren zum Kauf anbieten. Sie sind auch direkt bei folgender Adresse erhältlich:

Josef Stöckli
Höhe 17
6153 Ufhusen
041 988 11 39
schosef.stoeckli@bluewin.ch

Durch die Verwendung unserer Karten helfen Sie mit, den Gedanken zur Freude und Sorge um unsere engere Heimat zu pflegen. Sie unterstützen damit auch die Arbeit der ‚Heimatvereinigung Wiggertal‘ in ihren vielfältigen Anstrengungen.
 

Mittwoch, 14. Juni 2017

Am Museumstag im archäologischen Museum

Die regionalen Museen sind eigentliche Schatztruhen von Raritäten und Sehenswürdigkeiten. Das erfreute die Besucher am Sonntag 21. Mai beim eintrittsfreien Museumstag.


Text und Fotos: Alois Hodel

Mit dem Motto „Allerhand im Gwonderland“ wurde in der Region Hinterland/Wiggertal am Sonntag 21. Mai zu eintrittsfreien Museumbesuchen geladen. Und wer da oder dort Einblick genommen hat, wurde von mancherlei sehenswerten Raritäten überrascht.

Hansjörg Luterbach (links) zeigt dem Besucher Hans Bachmann eine historischen Skizze über die vermutliche Anordnung der Pfahlbauhütten und des seeseitigen Schutzes mit eingerahmten „Pallisaden“  und nebenan ein handgemaltes Gemälde eines ehemaligen Egolzwiler Schülers von anno 1932.

Archäologische Ausgrabungen veranlassten die Gründung der Heimatvereinigung

Männiglich ist wohl kaum bekannt, dass die seinerzeitigen Ausgrabungen im Wauwilermoos durch einen deutschen Professor die Initialzündung waren für das Gründen der Heimatvereinigung Wiggertal. Museumsleiter Hansjörg Luterbach zeigte am Museumstags mit diversen schriftlichen Dokumentationen Näheres zu diesen Grabungen und wie die Erkenntnisse auch bei der Rassentheorie der Nazis verwendet wurden. 

Luzernische Anbau-Rarität „Mutterkorn“

Von vielen Luzerner Bauern in den 1940- bis 1960-er Jahren kultiviert wurde „Mutterkorn“-Roggen für die Basler Chemie. Aus eigenen Erfahrungen schilderten die zwei Seniorbauern Alois Koller (Grossdietwil) und Martin Walthert (Schötz) beim Agrarmuseum Burgrain den Anbau mit ehemaligen manuellen oder maschinellen Geräten zum Impfen des herangewachsenen Roggens. Die legendäre „Mutterkorn-Epoche“ belegten auch die informativen Schrift- und Bildtafeln, beschafft vom anwesenden Beat Bächi vom Institut für Medizingeschichte.

Die ländliche Kultur ist vielseitig

Ursprung der verschiedenen Präsentationen von Raritäten ist meistens leidenschaftliches Sammeln und das Flair für Spezifitäten. So etwa zeigte der  Willisauer Bauer Willy Schmid im Forum des ohnehin kuriosen „Flaschenmuseums“ in der Käppelimatt Willisau ein bestaunenswertes Sortiment an früheren Jasskarten und teils ungewöhnlichen Kugelschreibern. Spannend und packend schilderte auch Erwin Kissel aus Burgistein BE träfe Geschichten zu seinen ausgestellten Raritäten, eine sonderbare Vielfalt an eigenartigen Kleinfläschli aus Parfümerien und pharmazeutischen Herkünften, welche er europaweit gesammelt hat.  Solche Raritäten begeisterten den selber sammeltüchtigen Flaschensepp, welcher dieser Sonderausstellung „bei Jass & Kuli flaschen“ im neugeschaffenen Forums-Lokal noch bis Januar 2018 Gastrecht bietet.
Im Museum „Ronmühle“ Schötz präsentierte der ehemalige Radio- und TV-Fachmann Walter Pante nebst einer einzigartigen Palette von Grammaphonen Dutzende von Schellack-Schallplatten aus der Zeit 1901 bis 1958. Dass die Musik der Entlebucher Ländlerkapelle Sepp Vogel, beispielhaft abgespielt ab der 78-tourigen Schallplatte etwas knirschte, störte die Besucher keineswegs. Die Ronmühle ist überdies durch die unlängst eingerichteten „Hörstationen“ innerhalb der ausgestellten Kuriositäten noch erlebenswerter geworden.
Aktuell und kreativer zu gings beim Spanschachtel-Museum bei der ehemaligen Alberswiler Steinermühle zu. Dort animierten Marietta und Bruno Kneubühler zusammen mit Margrit Lang gerne die besuchenden Kinder zum bunten Bemalen von und zum Basteln mit Holzspänen.

Natur pur im Buchwald Ettiswil

Dort wimmelte es beim sommerlichen Wetter im Naturlehrgebiet Buchwald in Ettiswil geradezu von Besuchern. Da waren das spürbare Erwachen der Natur, die mit diversem Getier belebten Teiche und die zwitschernde Vogelwelt  für zahlreiche Familien ein willkommenes Naturerlebnis pur. 

Freitag, 12. Mai 2017

Internationaler Museumstag 21. Mai 2017

Zugesendet von Hansjörg Luterbach





Mittwoch, 1. März 2017

Literatur von Anton Steinmann

Anton Steinmann: 
«Auch unsere lustige Frau T., die 93-Jährige, nahm den Flug in den Himmel »,
Von der Armenanstalt  Schötz zum Mauritiusheim (1840–1992)

Das Buch von Anton Steinmann schildert die Geschichte einer der ersten Armenanstalten im Kanton Luzern und beschreibt deren Weg von den schwierigen Anfängen zum modernen Heim. 
Der historische Hintergrund, der Alltag im Heim, die Rolle der Ingenbohler Schwestern sowie die Entwicklung der Bauten werden im Text und anhand von historischen Fotografien ausführlich dargestellt. Neben den Fakten lassen viele Zitate aus alten Protokollen und Chroniken das Buch lebendig werden. Erschienen im Januar 2017 im Buchverlag HV Wiggertal, 140 Seiten, schwarz-weiss Fotos, ISBN Nr. 978- 3-9524422-22-2-7.

Auslieferungsstellen:
Die Heimchronik kann direkt beim Autor und zu den Bürozeiten auch im Mauritiusheim in Schötz gekauft werden.

Preis: CHF 28.–, plus Versandspesen CHF 8.–. 
Sie können die Heimchronik auch via E-Mail archaeologisches.museum@schoetz.ch bestellen.