Hans Marti-Archiv

Hans Marti hat über dreissig tausend Fotoaufnahmen hinterlassen. Die Heimatvereinigung Wiggertal hat mit der Aufarbeitung durch Ferdinand Andermatt sich zur Aufgabe gemacht, dieses Gut der Nachwelt zu erhalten. Nach der Sichtung sind nun gegen 16'000 Bilddateien, davon gegen 2'000 Farbdias im www.hansmartiarchiv.ch öffentlich zugänglich.

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Portrait Hans Marti

Sein Leben


Hans Marti ist als Sohn einer Bauernfamilie in Altbüron aufgewachsen. Zeit seines Lebens blieb er der Landschaft und seinen Bauern verbunden, fand aber bereits während der Schule seine Vorliebe für Geschichte, Heimatkunde, Geographie und Staatskunde.

Zu den Schulen daheim kamen drei Semester im Kollegium St. Maurice und zwei Jahre Verkehrsschule Luzern. Dann folgten der Lehreintritt bei den SBB und die Tätigkeit als Stationsbeamter auf verschiedenen Bahnhöfen des damaligen Kreises II, dann als Stationsvorstand 1952 in Wauwil und ab 1963 in Nebikon. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1980 blieb er während 45 Jahren seiner beruflichen Laufbahn treu. Als Verkehrsfachmann organisierte und leitete er auch während seines ganzen Lebens Gesellschaftsreisen, was ihn bis zu seinen Verwandten in den USA führte.

Nach der Zeit der Bahnhofwohnungen baute er sein Haus im Hofacher in Nebikon. Mit Hochstud und Gehrschild ausgestattet, bot es seiner Familie ein wohnliches Heim und ihm selbst ein Refugium für die vielfache Tätigkeit als Forscher, Fotograf und Verfasser von Artikeln, Beiträgen und Büchern im geschichtlichen und heimatkundlichen Bereich.

Sein Werk

Hans Marti

Verschiedene Begegnungen förderten das lokalhistorische Interesse von Hans Marti und das Bedürfnis für eigene Veröffentlichungen: die Historische Vereinigung Zofingen, der Dichter Alfred Huggenberger, der Poet und Liedermacher Hans Roelli. Hans Marti war Mitbegründer des „Hinterländer“, einer Beilage zur Zeitung „Willisauer Bote“. Hier konnte er seine Erfahrungen, sein Wissen und seine Überlegungen dem Leser unterbreiten.
Seit den 1940er Jahren hatte er auch Verbindung zur Heimatvereinigung Wiggertal, wo er Wesentliches zu deren Wiedererstarkung beitrug. Zahlreiche Beiträge sind in der „Heimatkunde“ zu finden. In den 1950er und 60er Jahren machte er durch die Ausgrabungen im Wauwiler Moos Bekanntschaft mit der Urgeschichte. Er vertiefte dieses Wissen mit Kursen an der Uni Zürich. Aber auch die Förderung der lokalen Kultur lag ihm nahe. Er war 12 Jahre Obmann der Dorfgemeinschaft Nebikon, Mitglied des Vorstandes vom Schweizerischen Landwirtschaftmuseum Burgrain, kannte sich aus in der Bauernhausforschung, in der Erhaltung und Instandstellung der Speicher und wusste Bescheid über die Sakrallandschaft.

Schon früh begleitete ihn die Fotokamera, schliesslich wurden das eigene Labor und die Ausrüstung immer professioneller. Eine unendlich vielfältige Sammlung seiner schriftlichen und fotografischen Arbeit gibt Zeugnis seines Schaffens.

Bildschirmaufnahme des Hans Marti-Archivs (Stand November 2013)